Herzkatheter-Anwendungen

Qualitätsmerkmal: Geringe Kontrastmittelmenge

Gute Behandlungsqualität liegt vor, wenn Kontrastmittel möglichst sparsam verwendet werden.

Flüssige Kontrastmittel sind während einer Herzkatheter-Untersuchung oder einer Ballonkatheter-Behandlung notwendig, um die Gefäße besser sichtbar auf einem Monitor darstellen zu können. Sie werden durch den Herzkatheter, einen sehr dünnen Kunststoffschlauch, direkt in die Herzkranzgefäße gespritzt. Kontrastmittel sind in aller Regel gut verträglich, sie werden vom Körper schnell wieder abgebaut. Dennoch sollten sie möglichst sparsam eingesetzt werden, da Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen sind (siehe Qualitätsmerkmal „Bestimmung der Nierenfunktion“).

So selten wird die empfohlene Kontrastmittel-Menge bei Herz- und Ballonkatheter-Einsätzen überschritten

Unterschieden wird die Kontrastmittelmenge:
a) bei einer Herzkatheter-Untersuchung, bei der nur die Herzkranzgefäße betrachtet werden, aber keine weitere Behandlung mit Katheter erfolgt, z.B. weil der Arzt eine Bypass-Operation für erfolgversprechender hält. Die empfohlene Höchstmenge beträgt 150 Milliliter.
b) bei einer Ballonkatheter-Behandlung, bei der ein kleiner Ballon an der Spitze des Katheters mit Luft gefüllt wird und so das verengte oder verschlossene Herzkranzgefäß dehnt bzw. wieder öffnet. Häufig wird die gedehnte Stelle auch gleich von innen mit einem dünnen Metallgeflecht (Stent) ausgekleidet, damit sie sich nicht wieder verengt. Die empfohlene Höchstmenge beträgt 200 Milliliter.
c) bei einem kombinierten Eingriff, d.h. einer Herzkatheter-Untersuchung mit direkt anschließender Ballonkatheter-Behandlung. Die empfohlene Höchstmenge beträgt 250 Milliliter.

Für weitere Informationen berühren Sie bitte die Balken im Schaubild.