Herzschrittmacher-Einsatz

Qualitätsmerkmal: Strahlenschutz

Gute Behandlungsqualität liegt vor, wenn die Belastung der Patienten mit Röntgenstrahlen beim Einsatz eines Herzschrittmachers möglichst gering ist.

Das Einsetzen eines Herzschrittmachers erfolgt unter Röntgen-Durchleuchtung, damit die Lage der Herzschrittmacher-Sonden optimal bestimmt und kontrolliert werden kann. Die Röntgenstrahlung sollte dabei auf das erforderliche Mindestmaß eingestellt sein, um die Patienten nicht unnötiger Strahlenbelastung auszusetzen. Die Fachgremien orientieren sich bei diesem Qualitätsmerkmal an den Berechnungsmethoden des Bundesamts für Strahlenschutz und haben bestimmte Schwellenwerte ermittelt. Die Strahlenbelastung wird als so genanntes Dosis-Flächen-Produkt wiedergegeben und in der Einheit cGy*cm2 (Centi-Gray mal Quadratzentimeter) gemessen. Die Strahlenbelastung bei der Implantation eines Einkammer-Herzschrittmachersystems sollte den Wert von 1.200 cGy*cm2 nicht überschreiten, bei einem Zweikammer-System 1.700 cGy*cm2. Bei einem CRT-System (Kardiale Resychronisations-Therapie, engl. Cardiac Resynchronization Therapy), auch Dreikammer-System genannt, beträgt der Schwellenwert 5.200 cGy*cm2.

So gering ist die Strahlenbelastung bei der Herzschrittmacher-Implantation