Versorgung von Schwerverletzten

Traumanetzwerke – schnelle Versorgung von Schwerverletzten

Das Traumanetzwerk Thüringen wurde nach einer mehrjährigen Vorbereitungsphase 2011 ins Leben gerufen und im Jahr 2012 entsprechend den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) zertifiziert. Es setzt sich aus 27 Krankenhäusern mit Traumazentren unterschiedlicher Versorgungsstufen zusammen. 12 lokale, 12 regionale und 3 überregionale Traumazentren (siehe unten) stellen eine flächendeckende Versorgung von Schwerverletzten auf höchstem Standard sicher.

1. Stufe: Lokale Traumazentren

Lokale Traumazentren

Lokale Traumazentren sind wichtig für die flächendeckende Versorgung von Einzelverletzungen. Sie sind in der Lage, die Erstversorgung von Verletzten zu übernehmen und ihre Vitalfunktionen zu stabilisieren. Hier geht es zuallererst darum, Leben zu retten. Im Schockraum werden die Atemfunktion aufrechterhalten sowie Blutungen kontrolliert und versorgt. Lokale Traumazentren verfügen über die Abteilungen:

  • Unfallchirurgie
  • Viszeralchirurgie (Chirurgie des Bauchraums)
  • Anästhesie (Narkose und Intensiv-Überwachung)
  • Radiologie (Röntgen und Bestrahlung)

Im Schockraum wird auch eine Computertomografie der verletzten Organe oder Körperteile gemacht, um das Ausmaß der Verletzungen feststellen zu können. Sobald die Schwerverletzten stabilisiert und transportfähig sind, werden sie - falls erforderlich - in ein regionales oder überregionales Traumazentrum verlegt, das sie weiterbehandeln kann.

Lokale Traumazentren im Traumanetzwerk Thüringen sind:

  • Klinikum Altenburger Land, Kliniken Altenburg
  • Robert-Koch-Krankenhaus Apolda (nicht Mitglied im Krankenhausspiegel Thüringen)
  • Helios Klinik Blankenhain (nicht Mitglied im Krankenhausspiegel Thüringen)
  • Katholisches Krankenhaus St. Johann Nepomuk, Erfurt
  • Kreiskrankenhaus Greiz
  • Thüringen-Kliniken „Georgius Agricola“, Standort Pößneck
  • Kreiskrankenhaus Schleiz
  • Elisabeth Klinikum Schmalkalden
  • DRK-Krankenhaus Sömmerda
  • DRK-Krankenhaus Sondershausen
  • SRH Krankenhaus Waltershausen-Friedrichroda
  • Sophien- und Hufeland-Klinikum, Weimar (nicht Mitglied im Krankenhausspiegel Thüringen)

2. Stufe: Regionale Traumazentren

Regionale Traumazentren können 24 Stunden am Tag Schwerverletzte aufnehmen und versorgen. Sie verfügen zusätzlich zu den Abteilungen der 1. Stufe über weitere Abteilungen wie:

  • Neurochirurgie (Chirurgie des Gehirns und des zentralen Nervensystems)
  • Gefäßchirurgie (Chirurgie der Blutgefäße)

Dort können beispielsweise auch Schädel-, Hirn- und Rückenmarksverletzungen behandelt werden.

Regionale Traumazentren in Thüringen sind:

  • Zentralklinik Bad Berka
  • Hufeland Klinikum GmbH, Standort Bad Langensalza (nicht Mitglied im Krankenhausspiegel Thüringen)
  • Klinikum Bad Salzungen
  • St. Georg Klinikum Eisenach
  • Waldkrankenhaus Rudolf Elle, Eisenberg
  • SRH Wald-Klinikum Gera
  • Helios Kreiskrankenhaus Gotha/Ohrdruf (nicht Mitglied im Krankenhausspiegel Thüringen)
  • Ilm-Kreis-Kliniken Arnstadt-Ilmenau, Standort Ilmenau
  • Helios Klinikum Meiningen (nicht Mitglied im Krankenhausspiegel Thüringen)
  • Hufeland Klinikum GmbH, Standort Mühlhausen (nicht Mitglied im Krankenhausspiegel Thüringen)
  • Thüringen-Kliniken „Georgius Agricola“, Standort Saalfeld
  • SRH Zentralklinikum Suhl

3. Stufe: Überregionale Traumazentren

Sie sind die oberste Stufe eines Traumazentrums und bieten eine personelle und apparative Ausstattung, mit der alle Arten von Verletzungen auf höchstem Niveau sowohl akut als auch im weiteren Behandlungsverlauf versorgt werden können. Sie sind verpflichtet, bei Bedarf Schwerverletzte aus lokalen und regionalen Netzwerk-Kliniken zu übernehmen, und verfügen zusätzlich zu den Abteilungen der 1. und 2. Stufe über weitere Abteilungen wie:

  • Herzchirurgie und Thoraxchirurgie (Brustraum-Chirurgie)
  • Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
  • Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
  • Augenheilkunde
  • Urologie
  • Gynäkologie
  • Plastische Chirurgie
  • Kinderchirurgie / Kinderheilkunde

Überregionale Traumazentren in Thüringen:

  • Universitätsklinikum Jena
  • Helios Klinikum Erfurt (nicht Mitglied im Krankenhausspiegel Thüringen)
  • Südharz Klinikum Nordhausen (nicht Mitglied im Krankenhausspiegel Thüringen)

Thüringer Kliniken mit Traumazentrum

Wenn Sie mit der Maus über die Punkte gehen, erscheinen die Namen der Kliniken.

 Überregionales Traumazentrum  Regionales Traumazentrum  Lokales Traumazentrum