Defibrillator-Einsatz

Qualitätsmerkmal: Eingriffsdauer

Gute Behandlungsqualität liegt vor, wenn die Eingriffsdauer möglichst kurz ist.

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Lange Operationszeiten erhöhen das Infektionsrisiko für Patienten, deshalb sollte jeder Eingriff möglichst kurz sein. Zudem kann die Eingriffsdauer auch Hinweise auf die Erfahrung der operierenden Ärzte und auf die Qualität des Operationsverlaufs geben. Bei der Implantation eines Defibrillators ist die Dauer der Operation von dem Defibrillator-System abhängig. Die Platzierung einer Sonde (Einkammer-System) sollte nicht länger als 60 Minuten dauern. Müssen zwei Sonden, eine in den Vorhof und eine in die Herzkammer, platziert werden (Zweikammersystem), nimmt dies naturgemäß mehr Zeit in Anspruch, sollte aber nicht länger als 90 Minuten dauern. Beim Einsatz eines so genannten CRT-Systems (kardiale Resynchronisations-Therapie) sind 180 Minuten möglichst nicht zu überschreiten. In die Berechnung fließen auch Eingriffe wegen eines Aggregatwechsels ein, also wenn das Gehäuse, in dem sich die Batterie und die Elektronik befinden, ausgetauscht werden muss. Eingriffe dieser Art, etwa zum Batteriewechsel, sollten maximal 45 Minuten in Anspruch nehmen. Es gibt allerdings Patienten, bei denen die vorgegebenen Zeiten nicht eingehalten werden können. So ist zum Beispiel bei einem bereits erkrankten bzw. operierten Herzen, u.a. nach einem Herzinfarkt, aufgrund der vorhandenen Narbenbildung mit einer längeren Operationsdauer zu rechnen.

So häufig werden die Eingriffe innerhalb der vorgegebenen Zeiten durchgeführt