Geburtshilfe

Qualitätsmerkmal: Ausreichende Sauerstoffversorgung

Gute Behandlungsqualität liegt vor, wenn Frühgeborene ausreichend mit Sauerstoff versorgt sind und der pH-Wert im Blut eine kritische Grenze möglichst nicht unterschreitet.

Wird ein frühgeborenes Kind unter der Geburt nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt, steigt das Risiko für bleibende gesundheitliche Schäden. Festgestellt wird dies unter anderem durch die Bestimmung des Säuregehaltes im Blut. Befindet sich der so genannte pH-Wert unter der kritischen Grenze von 7, liegt eine Übersäuerung, eine Azidose, vor. Erfahrene Geburtshelfer-Teams erkennen die Gefahr einer mangelnden Sauerstoff-Versorgung bei der Geburt in der Regel sehr frühzeitig und leiten umgehend entsprechende Maßnahmen ein. Dennoch kann es in Einzelfällen zu einer Sauerstoff-Mangelversorgung kommen – trotz angemessener geburtshilflicher Betreuung. Bei diesem Qualitätsmerkmal werden nur einzeln geborene Kinder, also keine Mehrlingsgeburten berücksichtigt.

Erwartete Rate – tatsächliche Rate: Bei diesem Qualitätsmerkmal wird für jede Geburtsklinik gesondert berechnet, bei wie viel Prozent der frühgeborenen Einlinge eine unzureichende Sauerstoff-Versorgung zu erwarten ist. Diese erwartete Rate wird dann mit der dort tatsächlich eingetretenen Rate verglichen. Genauere Erläuterungen finden Sie unter dem Schaubild.

Vergleich: Erwartete und tatsächliche Rate an Frühgeborenen, die nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt sind

Bei diesem Qualitätsmerkmal wird die tatsächliche Rate an Frühgeborenen mit nicht ausreichender Sauerstoffversorgung (dunkle Balken) mit der erwarteten Rate (helle Balken) verglichen. Die tatsächliche und die erwartete Rate für jedes Krankenhaus finden Sie, wenn Sie die Balken im Schaubild berühren.

Erwartete Rate Tatsächliche Rate
Erwartete Rate Tatsächliche Rate